Das Erdmantel-Experiment Teil 2

Junge Erdmandelpflanzen im Topf Foto Kerstin Buch

Junge Erdmandelpflanzen im Topf
Foto Kerstin Buch

Erdmandeln schmecken richtig gut. Sie erinnern ein wenig an Kokos und sind angenehm süß. Da es Erdmandeln hier eher selten zu kaufen gibt und ich sie auch ziemlich teuer finde, wollte ich dieses Jahr mal selbst welche im Garten anbauen.Ende März zog ich die Erdmandelpflänzchen drinnen im Warmen in Töpfen vor. Erst setzte ich 20 Erdmandeln in Erde und dann erzeugte ich mit einem Stück Bratenschlauch, den ich locker über den Topf stülpte und oben zuband, eine Art Gewächshausatmosphäre.

Nach ungefähr 14 Tagen ragten die ersten grünen Sprösslinge aus der Erde und bis Ende April zeigten sich insgesamt acht Pflänzchen, die kräftig heranwuchsen.

14 Tage alte Erdmandel-Pflanze Foto Kerstin Buch

14 Tage alte Erdmandel-Pflanze
Foto Kerstin Buch

Aus den restlichen 12 Erdmandeln wurde leider nichts. Sie wollten nicht keimen. Das machte aber nichts, denn zwischenzeitlich hatte ich gelesen, dass sich Erdmandeln im Garten rasend schnell vermehren und dazu neigen, andere Pflanzen zu verdrängen. Deshalb entschloss ich mich auch, die Pflanzen vorsichtshalber in ein Hochbeet zu setzen.

Anfang Mai war es soweit. Die Erdmandelpflanzen erhielten einen schönen Platz an der Sonne im Hochbeet.

Erdmandelpflanzen im Hochbett Foto Kerstin Buch

Erdmandelpflanzen im Hochbett
Foto Kerstin Buch

Nachdem sie anfangs relativ schlecht wuchsen, schossen sie danach um so mehr in die Höhe und Breite. Ende Juli hatten die Pflanzen zahlreiche Ableger entwickelt und fast das ganz Hochbeet erobert.

Kräftiges Erdmandelgras Ende Juli 2016 Foto Kerstin Buch

Kräftiges Erdmandelgras Ende Juli 2016
Foto Kerstin Buch

In den folgenden Wochen goss ich die Pflanzen regelmäßig, überlies sie aber ansonsten sich selbst. Ende September war das Erdmandelgras so hoch, dass es sich legte und nicht mehr ganz so toll aussah. Ich dachte schon, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für die Ernte gekommen sei und zog mal ein Büschel raus, um an den Wurzeln zu schauen, ob sich dort Erdmandeln gebildet hatten. Von Erdmandeln fehlte aber jede Spur.

Das Erdmandelgras ist in die Höhe geschossen, so dass es nicht mehr richtig stehen kann. Foto Kerstin Buch

Erdmandelgras im September 2016.
Foto Kerstin Buch

Auch Mitte Oktober war noch nichts zu sehen. Da Erdmandeln keinen Frost vertragen, würde ich nicht mehr ewig warten können. Inzwischen war es schon November und nachts ziemlich kalt. Am 7. November wollte ich noch ein letztes Mal nachschauen, ob vielleicht doch Erdmandeln da wären. Ich war mir fast sicher, dass mein Erdmandel-Experiment gescheitert war.

Erdmandeln im November 2016 Foto Kerstin Bch

Erdmandeln im November 2016
Foto Kerstin Buch

Aber es kam anders. Denn auf einmal waren sie da – die Erdmandeln! Ich freute mich riesig als ich die vielen Erdmandeln an den Wurzeln der inzwischen fast verdörrten Pflanzen entdeckte. Yippie.

Geerntete Erdmandeln Foto Kerstin Buch

Geerntete Erdmandeln
Foto Kerstin Buch

Es war eine ganz schöne Fummelei bis ich die Erdmandeln von den Wurzeln gelöst hatte. Den Genuss vor Augen gab ich mich aber voll und ganz dieser Arbeit hin und hatte nach gefühlt zwei Stunden ca. 400 Gramm Erdmandeln geerntet. Anschließend habe ich sie ordentlich gesäubert und im Dörrofen bei 40 Grad getrocknet. Nach dem Trocknen schmeckten sie so richtig süß und noch viel besser als im frischen Zustand. Echt lecker.

Fazit: Erdmandeln sind pflegeleicht und wachsen im Garten relativ problemlos. Allerdings haben sie sich bei mir nicht so stark vermehrt wie angenommen. Trotzdem bin ich stolz wie Atze, besonders wenn ich bald mein erstes Rezept mit eigenen Erdmandeln probiere. Ich freue mich auch schon richtig auf das nächste Gartenjahr – dann gibts wieder frische Erdmandeln.

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