Buchweizen-Müsli

Müsli aus gekeimtem Buchweizen Foto Kerstin Buch

Müsli aus gekeimtem Buchweizen
Foto Kerstin Buch

Wenn du mehr Rohkost in deinen Speiseplan integrieren willst, dann geht es dir zum Anfang vielleicht so ähnlich wie mir. Wenn ich Lust auf ein bestimmtes Smoothie-Rezept hatte, dann fehlten die Zutaten. Wenn ich Salat essen wollte, war der bereits verwelkt oder ich hatte vergessen, Samen in Wasser einzuweichen, so dass ich am Tag X doch keine Sprossen essen konnte.

Rohkost muss gut geplant sein: Das fängt beim Einkaufen an, geht weiter mit einer geeigneten Lagerung (z.B. für Obst und Gemüse) und bezieht sich auch auf viele Rezepte, für die bestimmte Zutaten einige Stunden oder Tage vorher gekeimt oder eingeweicht werden müssen. Deshalb bin ich froh, wenn ich einige „Basics“ wie z.B. dieses sehr schmackhafte Müsli aus gekeimtem Buchweizen auf Vorrat herstellen kann. Das Müsli hält sich in luftdicht verschlossenen Behältern einige Monate und bei Bedarf hast du damit ruck-zuck ein sättigendes und gesundes Frühstück auf dem Tisch.

Das Tolle an diesem Müsli ist, dass die gekeimten Buchweizensamen nach dem Dörren richtig knusprig werden. Sie wirken wie gepoppt oder gepufft, obwohl sie nicht erhitzt wurden. Da die Buchweizenkeimlinge bei 42 Grad schonend getrocknet werden, bleiben die vielen wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Die jungen Keimlinge enthalten beispielsweise wertvolle Aminosäuren (wie Lysin oder  Tryptophan), die der Körper als Nervennahrung und für einen guten Schlaf braucht. Darüber hinaus sind Buchweizenkeimlinge reich an Kalium, Eisen, Phosphor, Magnesium, Kieselsäure und enthalten die Vitamine B1, B2, B6 und E.
In Taiwan wird Buchweizen zur Behandlung von Diabetes mellitus eingesetzt (für weitere Infos siehe Link am Ende der Seite) und laut Dumonts großer Kräuterenzyklopädie senkt Buchweizen den Blutdruck und hilft bei Venenleiden, Quetschungen, Erfrierungen, Strahlungsschäden und Netzhautblutung.

Übrigens hat Buchweizen mit dem normalen Weizen nichts zu tun, auch wenn der Name das vermuten lässt. Buchweizen ist ein Knöterichgewächs und damit auch eine gute Alternative für Menschen, die kein Gluten vertragen.

Mein Rezept ergibt ca. 500 Gramm Müsli.

Zutaten

  • 200 g Buchweizen
  • 50 g Walnüsse (oder andere Nüsse)
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 1 Banane
  • 2 EL Ahornsirup (oder andere Süße, z.B. Honig)
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL gemahlener Sternanis (oder Nelken)

Zubereitung

Schritt 1 – Buchweizensamen für ca. 2 bis 3 Stunden in einer Schüssel in lauwarmem Wasser einweichen. Danach das Wasser abgießen, die Samen mit frischem Wasser abspülen und in der Schüssel bei Zimmertemperatur keimen lassen. Wichtig ist, dass du die Samen täglich zweimal mit frischem Wasser abbraust. Hierzu gieße ich die Samen in ein Sieb und halte sie unter laufendes Wasser. Wichtig ist, den Schleim, der sich bei der Keimung bildet, gut abzuspülen. Die Keimlinge sind nach 2 bis 4 Tagen fertig und sehen dann in etwa so aus wie auf dem Foto.

Junge Keimlinge des Buchweizens

Buchweizenkeimlinge nach ca. drei Tagen
Foto Kerstin Buch

Schritt 2 – Am Vorabend der Müsli-Herstellung Walnüsse und Sonnenblumenkerne in je einer Schüssel mit Wasser einweichen. Das Wasser am nächsten Morgen abgießen.

Schritt 3 – Walnüsse grob hacken. Die Banane, den Ahornsirup und die Gewürze im Mixer zu einer glatten Flüssigkeit verarbeiten. Den Brei mit den gehackten Walnüssen und den Buchweizenkeimlingen in einer Schüssel vorsichtig vermengen.

Schritt 4 – Die Masse auf ein Dörrgitter mit Backpapier oder Dauerbackfolie streichen und für ca. 12 Stunden bei 42 Grad trocknen. Das Müsli ist fertig, wenn es knusprig ist und sich beim Essen ein wenig so anfühlt, als würdest du Popcorn essen. Das Müsli entweder sofort essen (passt hervorragend zu Joghurt mit frischen Beeren) oder in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Am besten finde ich die Einmachgläser mit Schnappverschluss und Gummiring.

Ich wünsche dir gutes Gelingen!

Quellen und Literaturhinweise

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