Buchweizen-Crunchies mit Beeren

Buchweizen-Crunchies mit Brombeeren, Rosinen und Sesamcracker<br> Foto Kerstin Buch

Buchweizen-Crunchies mit Brombeeren, Rosinen und Sesam-Cracker
Foto Kerstin Buch

In dem Märchen „Der Buchweizen“ von Hans Christian Andersen sagt der Buchweizen zum alten Weidenbaum: „Ich bin wohl so reich wie die Ähre. Überdies bin ich weit hübscher; meine Blumen sind schön wie die Blüten des Apfelbaumes; es ist eine Freude, auf mich und die Meinigen zu blicken! Kennst du etwas Prächtigeres als uns, du alter Weidenbaum?

Der Buchweizen ist tatsächlich ein hübsches Pflänzchen. Letzten Sommer habe ich einige Buchweizenkeimlinge draußen in den Garten gesetzt und war erstaunt, wie schnell der Buchweizen wächst. Er blühte schon nach wenigen Wochen und Bienen und Hummeln waren ganz verrückt nach dem Blütennektar.

Der Buchweizen blühte bereits nach 10 Wochen<br> Foto Kerstin Buch

Der Buchweizen blühte bereits nach 10 Wochen
Foto Kerstin Buch

Buchweizen sieht aber nicht nur hübsch aus, sondern ist auch ein vollwertiges Lebensmittel. In einer alten Bauernzeitschrift von 1830 fand ich einen Artikel über Buchweizen. Dort heißt es: „Menschen, die bloß bei Buchweizen aufgezogen wurden, sind stark und lebhaft. In einigen Gegenden Deutschlands gibt derselbe den Landleuten täglich drei Mahlzeiten“.

Der Buchweizen war damals ein wichtiges Nahrungsmittel, das irgendwann von der Kartoffel und dem Weizen verdrängt wurde. Außer wirtschaftlichen Gründen dürfte es dafür aber eigentlich keinen anderen Grund gegeben haben. Denn heutzutage – viele Jahrzehnte später – ist Buchweizen wieder beliebt, wenngleich er in Deutschland nach wie vor nicht in größerem Maße angebaut wird.

Buchweizen gilt als sehr gesund. Beispielsweise wird ihm eine durchblutungsfördernde, gefäßstabilisierende und auch eine Blutzucker regulierende Wirkung bei Altersdiabetes zugeschrieben (Quellen: Ärztebuch der Heilkraft unserer Lebensmittel und Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde).

Mir gefällt Buchweizen, weil seine Samen leicht keimen, die Buchweizenkeimlinge lieblich und leicht nussig schmecken und nach dem Dörren schön knusprig sind. Deshalb finde ich Buchweizenkeimlinge auch wie geschaffen für ein leckeres Knusper-Müsli, das du mit der folgenden Anleitung ganz einfach selbst herstellen kannst.

Buchweizen-Crunchies mit Beeren
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Zutaten
  • 250 g geschälter Buchweizen
  • 200 g Beerenobst (z.B. Beerenmix)
  • ½ TL gemahlene Vanille (oder das Mark einer frischen Schote)
  • 8 getrocknete Datteln
Zubereitung
  1. Den Buchweizen in einer Schüssel mit Wasser bedecken und ca. 6 einweichen. Anschließend das Wasser abgießen und den Buchweizen in der Schüssel zwei Tage keimen lassen. Zweimal täglich mit frischem Wasser spülen.
  2. Datteln mindestens eine halbe Stunde in Wasser einweichen. Anschließend das Wasser abgießen.
  3. Den Buchweizen, die Beeren, die Datteln und die gemahlene Vanille im Mixer zu einer glatten Masse verarbeiten.
  4. Die Masse ganz dünn (vielleicht 5 mm) auf ein Blech mit Folie streichen und im Dörrgerät ca. 24 Stunden bei 40°C trocknen. Zwischendrin wende ich sie einmal, damit sie von allen Seiten belüftet werden. Die getrocknete Masse in mundgerechte kleine Stückchen zerbröckeln und in einem luftdichten Glas aufbewahren.

 

Literaturhinweise

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