Küchenhelfer

Schnippeln, pürieren, mixen und dörren kann man grundsätzlich auch mit gängigen Reiben, mit kleinen und recht preisgünstigen Mixern und das Dörren funktioniert auch in einem normalen Backofen.

Wenn man jedoch öfter Rohkost-Gerichte zubereiten möchte, dann geht das mit einem leistungsstarken Mixer, einem Entsafter und einem Dörrautomaten wesentlich einfacher. Nach langer Suche und einigen Fehlkäufen habe ich mir im Laufe der Jahre folgende Geräte zugelegt.

Vitamix 5200 – Alles rein, Deckel drauf und mixen

Vitamix

Vitamix TNC 5200
Foto Keimling.de

Bevor ich den Vitamix hatte, überhitzten sich meine Mixer spätestens bei klebrigen Massen wie Trockenobst und Mandeln. Einer gab seinen Geist an dieser Stelle ganz auf.

Anders der Vitamix: Er mixt und püriert alles in Sekundenschnelle und zwar anstandslos. Meine Smoothies sind so fein und homogen wie ich es mit meinen vorherigen Mixern nie hinbekommen hätte.

Ich nutze den Vitamix seit einigen Jahren täglich und hatte noch nie Probleme. Der Vitamix hat extrem viel Power und ist einfach zu bedienen. Alles nur grob schneiden, ab in den Mixer, Deckel drauf und mixen. Besonders gut finde ich, dass das Gerät nur zwei Schalter hat: einen zum An-/Ausschalten und einen für die Gangschaltung, die zwischen normal und turbo unterscheidet. Mit dem Drehknopf in der Mitte lässt sich die Geschwindigkeit regulieren und zusammen mit dem Turbogang geht’s richtig ab. Auch wenn das Gerät für einen Mixer sehr teuer ist, hat sich diese Anschaffung für mich auf jeden Fall gelohnt. Gekauft habe ich ihn bei der Firma Keimling Naturkost GmbH unter Keimling.de

Fazit: Ein toller leistungsstarker Mixer für den täglichen Einsatz.

Wenngleich ich nur den Vitamix kenne, bin ich im Laufe der Jahre auch über andere Mixer gestolpert, die laut Info ihrer zufriedenen Besitzer ebenso gut und zudem oft günstiger in der Anschaffung sein sollen. Hier eine kleine Auswahl:

Wenn du dir selbst eine Übersicht über Hochleistungsmixer verschaffen möchtest, dann empfehle ich dir die beiden folgenden Seiten: gruenesmoothies.de und gruenesmoothies.org.

 

Personal Blender PB 150 – Der kleine treue Begleiter

Personal Blender PB 150

Personal Blender PB 150
Foto Keimling.de

Der kleine Mixer funktioniert seit Jahren zuverlässig. Ich nutze ihn für kleinere Mengen und zum Mahlen von Nüssen oder Getreide. Auch die eher schwierigen Zutaten wie getrocknete Datteln oder Pflaumen sind für diesen Mixer kein Problem.

Toll ist, dass man die Mixbecher gleichzeitig als Aufbewahrungsbecher nutzen kann, da passende Deckel im Lieferumfang enthalten sind. Schade, dass die Becher nicht aus Glas sind. Den Personal Blender habe ich bei Keimling gekauft: Keimling.de.

Fazit: Ein kleiner kräftiger und langlebiger Mixer, mit dem man schnell mal kleinere Mengen mixen kann.

Green Power Kempo – Gepresst und nicht geschleudert

Greenpower Saftpresse

Green Power Kempo
Foto perfektegesundheit.de

Anders als viele andere Entsafter schleudert der Green Power von Kempo den Saft nicht aus dem Obst und Gemüse, sondern presst es durch zwei ineinander greifende Zahnwalzen (Zwillingswalzen) auf wenige Millimeter zusammen. Anschließend wird das Pressgut zu einer homogenen Masse vermischt und der Saft ausgepresst. Übrig bleiben die festen und faserigen Bestandteile des Pressguts, auch Trester genannt. So weit ich weiß, gibt es nur zwei Entsafter – oder besser gesagt Saftpressen, die diese Technologie nutzen: die Green Power von Kempo und die Green Star von Tribest. Die Green Power Kempo ist ein wenig kleiner als die Green Star, aber für einen Zwei-Personen-Haushalt vollkommen ausreichend. Zudem ist sie in der Anschaffung um einiges günstiger.

Ich entsafte mit der Saftpresse regelmäßig einen halben bis zu einem Liter Saft. Seit mehreren Jahren funktioniert die Maschine zuverlässig. Zum Anfang war das ausführliche Video mit einer genauen Anleitung besonders hilfreich. Einige Saftpressvorgänge später fand ich die Bedienung kinderleicht. Der Zusammenbau der wenigen Teile ist schnell erledigt und auch die Reinigung hält sich in Grenzen. Lediglich die Reinigung des Siebes ist manchmal ein wenig fummelig, wobei die mitgelieferte Bürste gute Arbeit leistet.

Wenn es überhaupt einen Kritikpunkt gäbe, dann der, dass die zwei Metallschienen, auf denen die Walzen und die Pressaufsätze aufgeschoben werden, nach einigen Jahren trotz sorgfältiger Pflege ein wenig Rost ansetzen. Da das die Funktionalität der Saftpresse und auch die Qualität des Saftes in keiner Weise beeinflusst, kann ich diesen Entsafter ehrlichen Herzens jedem empfehlen, der eine gute Saftpresse sucht. Gekauft habe ich die Saftpresse bei diesem Anbieter: perfektegesundheit.de/

Fazit: Die Green Power Kempo ist eine hochwertige und zuverlässige Saftpresse, die den Wunsch nach frischen und leckeren Säften mehr als erfüllt.

Dörrgerät Sedona – Zwei Geräte in einem

Sedona Dörrofen

Sedona Classic Rohkost Dörrgerät
Foto Keimling.de

Ich habe mich früher nie für ein Dörrgerät interessiert und dachte, dass man ein Dörrgerät überwiegend zum Trocknen von Apfelringen nutzt. Heute weiß ich, was man damit alles Leckeres herstellen kann: Fruchtleder, Cracker, Chips, Dörrobst oder Müsli. Irgendwann musste also ein Dörrgerät her, das eigentlich „nur“ zwei Eigenschaften haben sollte: Das Gerät sollte viereckig statt rund sein (ich finde, man kann den Platz dann besser nutzen) und bei niedrigen Temperaturen dörren, um die rohköstliche Qualität zu gewährleisten.
Meine Suche ging viel schneller als gedacht, da es komischerweise kaum viereckige Dörrgeräte gibt. Warum eigentlich nicht? Ich fand nur zwei Geräte: das Excalibur und das Sedona Dörrgerät.

Letztlich habe mich für das Sedona Dörrgerät entschieden, weil es zwei unabhängig voneinander arbeitende Heizspiralen und Lüfter hat, wodurch sich der Dörrraum in zwei separat nutzbare Bereiche teilen lässt. Wenn man nur einen Bereich einschaltet, benötigt das Gerät auch nur halb so viel Strom. Das Sedona umfasst damit quasi zwei Dörrgeräte in einem: ein kleines mit bis zu vier Gittern und ein großes mit bis zu neun Gittern. Bei voller Ladung entspricht das laut Herstellerangaben einer Fläche von 0,94 Quadratmetern.
Ein weiterer Pluspunkt war für mich die durchsichtige Glastür, durch die man schnell mal einen Blick auf das Dörrgut werfen kann.

Das Sedona-Dörrgerät macht auf mich einen hochwertigen Eindruck, der auch nach vielfacher Benutzung nicht verloren geht. Nichts klappert und wackelt, die Tür lässt sich leicht öffnen und schließen und die mitgelieferten Dörrgitter lassen sich leicht rein- und rausnehmen. Auch die Reinigung funktioniert auf den glatten Oberflächen sehr gut. Das Sedona-Dörrgerät habe ich bei Keimling gekauft.

Fazit: Das Dörrgerät möchte ich in meiner Rohkostküche nicht mehr missen. Das Gerät arbeitet zuverlässig und ist auch bei kleineren Mengen effizient und stromsparend nutzbar.

Nachtrag – Liste viereckiger Dörrgeräte
Inzwischen habe ich noch weitere viereckige Dörrgeräte im Internet entdeckt. Der Vollständigkeit halber liste ich sie hier auf:

Geräte/ Gefäße zum Keimen von Sprossen

Im Handel gibt es verschiedene Keimgeräte und Gefäße. Meistens handelt es sich um Gläser oder Plastikbehälter, in denen die Samen in einem feuchten und gut durchlüfteten Klima keimen. Elektrische Geräte wie das Freshlife Keimgerät von Tribest wässern die Samen automatisch. Du musst lediglich einmal täglich das Wasser  erneuern.

Ich selbst nutze kein automatisches Keimgerät, sondern spezielle Keimbecher wie den EasySprout, selbst gebastelte Keimgläser oder für größere Mengen ganz normale Schüsseln, die ich während des Keimvorgangs mit einer Plastikhaube lose abdecke.

EasySprout – Keimsystem

Keimbecher EasySprout Foto Kerstin Buch

Keimbecher EasySprout
Foto Kerstin Buch

Das Keimsystem EasySprout besteht aus zwei BPA-freien Kunststoff-Bechern: dem eigentlichen Keimbecher (rechts im Bild) und dem Wasserbecher (links im Bild). Der Keimbecher hat unten Schlitze, so dass das Wasser ablaufen kann.

Die Samen kannst du im Keimbecher einweichen, in dem du den Wasserbecher mit handwarmen Wasser füllst, den Keimbecher in den Wasserbecher stellst und die Becher anschließend mit dem Deckel (unten links im Bild) verschließt. (Den Deckel rechts im Bild kannst du später nutzen, wenn schon die ersten Sprossen über den Becherrand wachsen.)

Nach der Einweichzeit schüttest du das Wasser aus dem Wasserbecher und spülst die Sprossen wie auf meiner Seite Keimlinge & Sprossen angegeben zwei bis dreimal täglich mit frischem Wasser ab. Achte darauf, dass das Wasser gut aus dem Keimbecher abgetropft ist. Anschließend setzt du den Keimbecher so in den Wasserbecher, dass zwischen beiden Bechern unten Luft ist. Hierfür ist ein Abstandshalter in den Bechern integriert.

Fazit: Das Keimsystem EasySprot finde ich praktisch und platzsparend. Durch die doppelten Wände der beiden Becher bleiben Wärme und Feuchtigkeit sehr gut erhalten und bisher sind alle Samen in diesem Becher gut gekeimt.

Keimglas – Marke Eigenbau

Selbst gebasteltes Keimglas Foto: Kerstin Buch

Selbst gebasteltes Keimglas
Foto Kerstin Buch

Ein Keimglas kannst du ganz einfach selbst bauen, indem du ein x-beliebiges Einmachglas nimmst und den Deckel durch ein Stück wasserdurchlässigen Stoff (zum Beispiel Tüll) ersetzt. Den Stoff fixierst du mit einem Gummiring an der Glasverschraubung. Fertig!

Da ich – was das Essen betrifft – ein wenig pedantisch bin, wollte ich keinen Stoff verwenden, sondern eine dauerhafte hygienische Lösung. Hierfür habe ich ein Einkochglas von Leifheit genutzt. Diese Gläser haben einen Schraubdeckel mit Schraubring und einem separatem Innenteil (linkes Bild). Das innere des Deckels habe ich rausgenommen und dafür einen passenden Siebeinsatz hergestellt. Dafür musste ein selten genutztes altes Küchensieb aus Plastik dran glauben. Ich habe das Siebgitter abgetrennt und genau auf die Größe des herausnehmbaren Deckels ausgeschnitten (rechtes Bild). Der Vorteil an dieser Lösung ist, dass das Plastiksieb nicht ausfranst und leicht zu reinigen ist.

Messbecher – Drei süße Matroschkas = Sechs Cups

Matroschkas Messbecher

Invotis M-Cups Fred FR1765
Foto Kerstin Buch

Amerikanische Rezepte enthalten Maßangaben in Cups (Tassen) und nicht in Gramm oder Milliliter. Die Frage ist nur, wie groß die richtige Tasse sein muss?
Da ich das Umrechnen zu umständlich fand und keine passende Tasse hatte, habe ich mir diese Messbecher der niederländischen Firma Invotis zugelegt. Sie kosteten bei Amazon 7,50 Euro. Besonders toll finde ich, dass die Messbecher nur wenig Platz wegnehmen, da sie – wie es sich für ordentliche Matroschkas gehört – alle ineinander passen. Die oberen und unteren Teile entsprechen den gängigsten Volumenangaben amerikanischer Rezepte.

Folgende Messbecher sind enthalten:

  • 1 Cup
  • 3/4 Cup
  • 2/3 Cup
  • 1/2 Cup
  • 1/3 Cup
  • 1/4 Cup

Die Becher bestehen aus lebensmittelechter Plastik und sind laut Packungsangabe nicht für die Spülmaschine geeignet. Das stört mich allerdings weniger, da ich die Becher sowieso schneller per Hand spüle.

Fazit: Diese Messbecher erfüllen ihren Zweck und haben ein schönes Design.