Harzer Gourmetrohkost vom Feinsten

Im Naturkost-Hotel in Bad Grund gibt es Rohkost vom Feinsten Fotos Kerstin Buch

Im Naturkost-Hotel in Bad Grund gibt es Rohkost vom Feinsten – Meine Schwester und ich waren dort und haben es uns gut gehen lassen.
Fotos Kerstin Buch

Für Gourmetreisende ist das Naturkosthotel im Westharz in Bad Grund ein echter Geheimtipp. Matthias Birkhölzer – Hotelbetreiber, Veranstaltungsmanager, Empfangsdame und Küchenchef in einem – zaubert mit seinem kleinen Team aus pflanzlichen Zutaten vegane Gourmetrohkostgerichte, die unglaublich lecker sind. Neben einer Saunalandschaft, Massageangeboten, Nordic Walking Touren, Fastenkuren und Kräuterwanderungen bietet Matthias auch Workshops zur Zubereitung von Rohkostgerichten an. An einem dieser Workshops durfte ich teilnehmen. Was dabei rauskam, war echt der Knüller.

Knüller deshalb, weil man nicht glaubt, dass es sich bei dem sagenhaften Drei-Gänge-Menü, das wir zusammen produziert haben, um reine Rohkost handelt. Man muss es einfach mal probiert haben, um sich selbst davon zu überzeugen, wie unglaublich lecker Rohkost sein kann.

Unter Matthias fachkundiger Anleitung schnippelten, mixten und dörrten wir Obst, Gemüse, diverse Körner sowie Nüsse und fabrizierten auf diese Weise köstliche Rohkost-Spiegeleier, sättigende und sehr schmackhafte Paprika-Wraps mit viel Gemüse und als finale Krönung eine Harzwälder Kirschtorte, die mit der klassischen Schwarzwälder Kirschtorte dicke mithalten kann.

Matthias Birkhölzer betreibt das Naturkost-Hotel im Harz - Ein echter Geheimtipp für Gourmetreisende

Matthias Birkhölzer betreibt das Naturkost-Hotel im Harz

Ich freue mich sehr, dass ich die Rezepte hier auf meinem Blog veröffentlichen darf. Denn manchmal habe ich das Gefühl, dass insbesondere Rohkost-Gourmetköche aus ihren Rezepten so eine Art Staatsgeheimnis machen. Um so großartiger finde ich es, dass Matthias sein Wissen mit uns so vorbehaltlos teilt. Daaaanke lieber Matthias!

Logo des Naturkost-Hotels Harz in Bad Grund

Heute zeige ich dir wie wir aus Kohlrabi und einigen weiteren Zutaten ein veganes Rohkost-Spiegelei gemacht haben, das tatsächlich so ähnlich aussieht und schmeckt wie ein echtes Spiegelei aus Hühnereiern.

Rohkost-Spiegeleier mit Kohlrabi und Karottenspeck

Rohost-Spiegeleier mit Kohlrabi und Karottenspeck Foto Kerstin Buch

Rohkost-Spiegeleier mit Kohlrabi und Karottenspeck
Foto Kerstin Buch

Der Trick besteht darin, ein spezielles Salz zu verwenden, das sämtlichen Speisen durch seinen hohen Gehalt an Schwefelwasserstoff einen eierähnlichen Geschmack verleiht. Das Salz heißt Kala-Namak und riecht im ersten Moment wie faule Eier. Davon sollte man sich aber auf keinen Fall abschrecken lassen, denn sparsam dosiert, erhältst du im Nu eine vegane Alternative, die wie gekochte Eier schmeckt.

Und so haben wir die Rohkost-Spiegeleier zubereitet:

Rohkost-Spiegeleier mit Kohlrabi (für ca. 4 Personen)
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Zutaten
  • 1 große Kohlrabi
  • 1 Orange (ausgepresster Saft)
  • 2 Knoblauchzehen (in kleine Stückchen hacken oder durch Knoblauchpresse drücken)
  • 100 ml Olivenöl
  • 1 kleine Avocado
  • 100 g Makadamianüsse oder Cashewkerne
  • Etwas Wasser
  • ½ Teelöffel Kurkuma
  • 1 kleines Stück rote Beete (oder rote Paprika)
  • Ca. ½ -1 Teelöffel Kala-Namak (Schwefelsalz)
Zubereitung
  1. Die Kohlrabi schälen und in hauchdünne Scheiben schneiden, am besten mit einer Aufschnittmaschine oder einem Gemüsehobel.
  2. Die Kohlrabischeiben in einer Soße aus aus Olivenöl, Orangensaft und Knoblauch ca. 1 Stunde marinieren.
  3. Die Avocado, Cashewkerne, einen Schluck Wasser, Kurkuma, Paprika (oder rote Beete) und das Kala-Namak im Mixer zu einer gelb-orange-farbenen Creme pürieren.
  4. Eine Schicht Kohlrabischeiben auf einen Teller legen, einen Klecks der Creme in die Mitte der Scheiben positionieren und dann mit jeweils einer weiteren Scheibe Kohlrabi abdecken.
  5. Die Spiegeleier mit Schnittlauchhalmen, essbaren Blüten und frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

 

Tipp: Karottenspeck 

Die Spiegeleier kannst du zusätzlich mit Karottenspeck (sieht aus wie getrockneter Schinken) bereichern. Hierzu schneidest du eine Karotte mit dem Sparschäler in dünne Streifen und marinierst sie mit einer Prise Salz, einem halben Teelöffel Räucherpaprika-Pulver und einem Teelöffel Olivenöl. Anschließend legst du die Kaottenstreifen in einen Dörrofen, indem sie ca. eine Stunde bei 40° C getrocknet werden.

Ich wünsche dir beim „Nachkochen“ gutes Gelingen!

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4 Kommentare

  1. Ja liebe Kerstin, das war eine richtig schöne Rohkost-,Wander- und Entdeckungsreise.
    Ihr lieben Blog-Leser: „kommt einfach im nächsten Jahr mit uns mit. Dann können wir zusammen auf den Pfaden der Rohkost wandern und gemeinsam Berge des wunderschönen Harzes erklimmen. Wir sind im Mai wieder dort“.
    Herzliche Grüße von Deiner Schwester Katrin
    Danke für die schöne Zeit.

  2. Danke zurück liebe Katrin. Ich fands auch echt genial, besonders weil wir uns endlich mal wieder gesehen haben und das Essen und die Gegend – Einfach traumhaft.

  3. Liebe Kerstin, liebe Katrin

    vielen Dank für den netten Eintrag über unser kleines Hotel. Das hat mich sehr gefreut. Zum Glück haben wir hier fast immer sehr angenehme und aufgeschlossene Gäste aber ihr beiden seid schon was besonderes. Es war richtig schön mit euch.

    Baut weiterhin viel (F)rohkost in euer Leben und lasst euch mal wieder blicken.

    Liebe Grüße aus dem Harz,

    Matthias

  4. Danke lieber Matthias. Über Menschen und Dinge, die mich überzeugt haben, veröffentliche ich gern etwas auf meinem Blog. Du und dein Hotel gehören auf jeden Fall dazu und ja ich experimentiere weiter in meiner Rohkostküche und werde mein Schwesterlein auch noch „anstecken“. Liebe Grüße Kerstin

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