Sonnenblumen-Milch

Sonnenblumen-Milch Foto Kerstin Buch

Sonnenblumen-Milch
Foto Kerstin Buch

In diesem Jahr wollte ich zum ersten Mal Sonnenblumen säen. Mein Plan war, sie im Februar in kleinen Töpfchen auf der Fensterbank vorzuziehen und sie später ins Freiland zu setzen.

Was das Gärtnern betrifft, bin ich ein absoluter Neuling. Trotzdem hat der Plan funktioniert. Allerdings ganz anders als gedacht.

Fünf Meter hohe Sonnenblumen? 
Gesagt, getan. Ich legte einige Sonnenblumenkerne in kleine Töpfchen mit Erde, hielt sie feucht und warm. Als die ersten Pflänzchen ihre Köpfe aus der Erde reckten, freute ich mich wie ein Kind. Irgendwie ein schönes Gefühl, wenn etwas zum Leben erwacht.
Die Sonnenblumen schossen sehr schnell in die Höhe und waren nach wenigen Tagen bereits 20 Zentimeter hoch. Um welche Sorte es sich handelte, wusste ich nicht, da ich die Kerne aus einem Sack voll Vogelfutter genommen hatte. Bei diesem Wachstumstempo rechnete ich schon mit fünf Meter hohen Sonnenblumen.

Im März machte ich mir langsam Sorgen, da sich die dünnen Stängelchen kaum selbst halten konnten. Sie knickten immer wieder zur Seite um. Ich stützte sie mit Trinkhalmen, an denen ich je einen Stängel mit einem Stück Wollfaden festband. Wie dem auch sei – so ganz geheuer kam mir das nicht vor. Irgendwas lief schief.

Sobald es wärmer wurde, pflanzte ich die jungen Sonnenblumen (mit Trinkhalm) vor eine geschützte Hauswand im Garten. Dort würden sie viel Sonne haben und sicher auch kräftiger werden. So weit kam es aber nicht.

Lasst es euch schmecken, liebe Schnecken
Denn vorher kamen sie: Die Nacktschnecken. Genüsslich fraßen sie eine Pflanze nach der anderen. Ich machte ein letztes Foto von den zarten Pflänzchen (und den Schnecken) und verabschiedete mich nun endgültig von meinen Plänen. Ich dachte: Die Natur wird schon wissen, was sie tut und auch, dass aus mir wohl nie ein guter Gärtner wird.

Schnecke auf einer jungen Sonnenblume

Die Schnecke lässt sich die junge Sonnenblume schmecken.
Foto Kerstin Buch

Auf einmal waren sie da – einfach so!
Unbemerkt und im Verborgenen wuchs Ende Mai an einer ganz anderen Stelle im Garten eine Sonnenblume vor sich hin. Als ich sie entdeckte, war ich hin und weg. Meine allererste Sonnenblume :-))). Später kamen immer mehr hinzu. Mittlerweile sind es mehr als zwanzig Sonnenblumen. Einige von ihnen  sind bestimmt 2,50 hoch und ihr Stiel ist so kräftig wie ein Besenstiel. Die Sonnenblumen strotzen vor Schönheit und Kraft und geben den Vögeln Nahrung. Gerade als ich mich besonders nach diesen Blumen sehnte, waren sie da – einfach so. Danke für dieses großartige Geschenk.

Ich weiß zwar immer noch nicht, wie man Sonnenblumen sät. Aber ich weiß jetzt, dass die Natur für uns unglaubliche Überraschungen bereithält.

Wenn ich Sonnenblumenmilch trinke, muss ich immer wieder an dieses Erlebnis denken. Es ist für mich immer noch ein Wunder und ich fühle wie die Kraft und Energie dieser schönen Pflanze in mich fließt.

Milch aus geschälten Sonnenblumenkernen Foto Kerstin Buch

Milch aus Sonnenblumenkernen
Foto Kerstin Buch

Für die Milch verwende ich nicht die Sonnenblumenkerne aus dem Garten. Einerseits freue ich mich, wenn die Vögel was zu fressen haben. Andererseits  finde ich das Schälen der Kerne umständlich.

Zutaten

  • 150 g geschälte Sonnenblumenkerne
  • 750 ml Wasser
  • 1 EL Ahornsirup (oder andere Süße)

Zubereitung

Schritt 1 – Die Sonnenblumenkerne 4 bis 6 Stunden in einer Schüssel mit Wasser einweichen. Danach das Wasser abgießen und die feuchten Sonnenblumenkerne ca. 1 Tag keimen lassen. Zwischendrin ein- bis zweimal mit frischem Wasser abspülen.

Schritt 2 – Die Sonnenblumenkerne und das Wasser im Mixer zu einer homogenen Flüssigkeit verarbeiten.

Schritt 3 – Die Flüssigkeit über einer Schüssel in einen Nussbeutel oder in ein sauberes Küchentuch gießen und die Milch auspressen.

Schritt 4 – Die Milch mit dem Ahornsirup oder einer anderen Süße kurz mixen.

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