Chai-Smoothie für kalte Tage

Wärmender Chai-Smoothie für kalte Tage Foto Kerstin Buch

Wärmender Chai-Smoothie (Chai-Latte) für kalte Tage
Foto Kerstin Buch

Ruhe, Stille, Sofa, ein gutes Buch und eine Tasse Chai-Smoothie: Das wärmt den Bauch, hebt die Stimmung und hilft gegen verschnupfte Nasen. Schnief…

Chai steht in vielen Ländern der Welt für Tee und ebenso viele verschiedene Traditionen der Teezubereitung gibt es. Beispielsweise wird der Tee in Russland traditionell in einem Samowar aufgebrüht. Im Samowar als solches befindet sich nur heißes Wasser, das mit einem zuvor hergestellten sehr starken Tee-Sud verdünnt wird.

In Indien wird der Tee auch als „Masala Chai“ (Masala = Mischung) bezeichnet. Er enthält neben schwarzen Tee, Milch und Zucker bzw. Honig und wird zusätzlich mit einer Mischung aus Gewürzen aromatisiert. Die eine Gewürzmischung gibt es hierbei nicht. Vielmehr hat dort jeder Haushalt sein eigenes Geheimrezept.

Die Briten trinken ihren Tee traditionell mit Milch, wobei sie sich bis heute nicht einig sind, ob zuerst die Milch in den Tee oder der Tee in die Milch gegossen werden sollte. Die Mifs ( „Milk in first“) beharren darauf, erst die Milch und dann den Tee in die Tasse zu gießen und die Tifs („Tea in first“) schwören genau auf das Gegenteil.

Mit solcherlei Fragestellungen halten sich die Ostfriesen nicht lange auf, obwohl die ostfriesische Teekultur der englischen Teekultur ähnelt. Bei den Ostfriesen kommt zuerst ein Kluntje (Kandiszucker) in die Tasse, dann wird schwarzer Tee aufgegossen und anschließend ein Schluck Sahne vom Tassenrand in den Tee geträufelt. Auf diese Art entstehen auf der Teeoberfläche die so genannten Sahnewölkchen. Dieses Jahr wurde die ostfriesische Teekultur von der UNESCO sogar als immaterielles Kulturerbe Deutschlands anerkannt.

Diese wenigen Beispiele lassen erahnen, dass es unzählige Arten gibt, seinen Tee zu genießen. Auch ich habe mir heute einen schwarzen Tee gebrüht und ihn als Basis für einen Chai-Smoothie bzw. ein warmes cremiges Getränk genutzt, das herrlich schmeckt, den Bauch wärmt und Halsschmerzen lindert.

Das Besondere an diesem Getränk sind die vielen unterschiedlichen Gewürze, die verschiedene wohltuende Wirkungen im Körper erzeugen, die du unbedingt mal ausprobieren musst. Hierzu gehören:

Gewürznelke
Wirkt beruhigend und antidepressiv, anregend auf den Kreislauf, krampflösend, gegen Völlegefühl und Blähungen. Ihre antiseptische Wirkung ist vor allem aus der Zahnmedizin bekannt. Wenn du also z.B. an einem Sonntag Zahnschmerzen hast, kannst du den Schmerz vorübergehend betäuben, indem du eine Nelke langsam zerkaust.

Ingwer
Hilft der Verdauung, senkt die Cholesterin- und Blutfettwerte, ist sehr wirksam bei Übelkeit (auf hoher See), stärkt die Abwehr und wirkt antibakteriell bei Erkältungen.

Kardamon
Hellt an trüben Tagen die Stimmung auf.

Muskat
Wirkt anregend und antidepressiv. Außerdem wirkt Muskat entzündungshemmend, blutfettsenkend und leberstärkend.

Piment
Hilft dem Magen und regt die Verdauung an.

Zimt
Speziell der Ceylon-Zimt senkt den Blutzuckerspiegel nachweislich, ist magenstärkend, verdauungsfördernd und appetitdämpfend.

Und so habe ich den Chai-Smotthie hergestellt:

Chai-Smoothie für kalte Tage
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Zutaten
  • 500 ml schwarzer frisch gebrühter Tee
  • 1 EL weißes Mandelmus
  • 4 getrocknete Datteln
  • ½ TL Gewürze (je eine Prise Zimt, Nelken, Kardamon, Muskat, Ingwer, Piment) oder alternativ eine fertige Mischung nutzen, z.B. Spekulatiusgewürz oder Lebkuchengewürz
Zubereitung
  1. Einen halben Liter schwarzen Tee kochen. Den Tee ca. 10 Minuten ziehen und anschließend ein wenig abkühlen lassen.
  2. Den Tee, das Mandelmus, die Datteln und Gewürze in einen Mixer geben und schön cremig mixen.
  3. Den Chai-Smoothie warm genießen.

 

Wohl bekoms! Kerstin

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